Bioenergie

Bioenergie nutzt zur Produktion von Strom, Wärme und Kraftstoffen Biomasse, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Energiepflanzen, Holz oder auch Reststoffen wie Gülle, Bioabfälle oder Resthölzer besteht. Biomasse kann also in fester, flüssiger und gasförmiger Form genutzt werden. Eine häufige Art der Energieerzeugung ist dabei die Vergärung der Biomasse in einer Biogasanlage: Die Biomasse wird in einem Behälter, dem Fermenter, unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff von Mikroorganismen abgebaut. Das dabei entstehende Biogas kann zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Die Biomasse wird aber auch direkt verwendet, indem sie beispielweise in Biomassekraftwerken verfeuert und dabei Strom- und Wärme erzeugt wird.

 

Bundesweite Ausbaugeschwindigkeit verliert weiterhin an Dynamik

Ende 2014 (aktuellere Zahlen zur installierten Leistung liegen noch nicht vor) waren bundesweit rund 10.080 Bioenergieanlagen zur Stromerzeugung mit einer Gesamtleistung von 7.740 MW installiert.

Betrachtet man die reine Stromversorgung, so erzeugten die Bioenergieanlagen in Deutschland 2015 etwa 50 Millionen Megawattstunden Strom und damit rund 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr 2014 (2014: 49,1 Millionen MW). Der Anteil der Bioenergie an der deutschen Stromerzeugung lag damit Ende 2015 bei rund 8,5 Prozent.

In Hessen waren Ende 2015 Bioenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 284 MW installiert, die rund 1,3 Millionen Megawattstunden Strom erzeugten. 

In Nordhessen erstmals wieder Anstieg beim jährlichen Leistungszuwachs

In Nordhessen produzierten die Bioenergieanlagen 2015 rund 453.180 Megawattstunden Strom (2014: 390.180 MWh), 2015 wurde in Nordhessen eine Leistung von insgesamt 13,1 MW Bioenergie (2014: 4 MW) neu zugebaut Damit stieg die Zahl der in Nordhessen installierten Bioenergieanlagen auf insgesamt 196 Anlagen und die installierte Gesamtleistung auf rund 79 MW.

Die regionale Wertschöpfung in Nordhessen, die durch die Bioenergie erzielt wurde, betrug allein im Jahr 2012 rund 12 Millionen Euro.