Wasserkraft

Seit vielen hundert Jahren wird die Kraft des Wassers bereits als Antrieb für Mühlen und Maschinen genutzt, mit der Erzeugung von Strom begann man gegen Mitte des 19. Jahrhundert. Dabei treibt die Energie der Wasserströmung über Turbinen Generatoren an, die Strom erzeugen. Ein Großteil der Wasserkraftwerke ist als Lauf-, Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke in Seen und Flüssen der Gebirge und Mittelgebirge Deutschlands zu finden.

 

Ausbau der Wasserkraft stagniert

In Deutschland waren Ende 2015 über 7.300 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 5.600 MW installiert, die installierte Leistung veränderte sich damit im Vergleich zu den Vorjahren nur wenig. Die Wasserkraftwerke erzeugten im Jahr 2015 deutschlandweit zusammen 19 Millionen Megawattstunden Strom und damit etwa 7 Prozent weniger als im Vorjahr (2014: 20,5 Millionen Megawattstunden). Der Anteil der Wasserkraft an der Stromerzeugung in Deutschland lag damit Ende 2015 bei 3,2 Prozent.

In Hessen waren Ende 2015 Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 63,3 MW installiert, die 2015 rund 233.000 Megawattstunden Strom erzeugten.

 

Nordhessen ebenfalls ohne Leistungszuwachs bei den Wasserkraftwerken

Die Wasserkraftwerke in Nordhessen erzeugten 2015 rund 63.920 Megawattstunden Strom (2014: 75.050 MWh). Bei der installierten Leistung hat die Wasserkraft in Nordhessen in den letzten Jahren kaum Zuwachs erfahren. Diese Entwicklung setzte sich in 2015 fort, denn auch in diesem Jahr stagnierte nahezu die installierte Gesamtleistung der Wasserkraft. Ende 2015 waren damit in Nordhessen insgesamt 203 Wasserkraftanlagen mit rund 23,5 MW Leistung installiert.

Rund 3 Millionen Euro trug die Wasserkraft allein im Jahr 2012 zur regionalen Wertschöpfung in Nordhessen bei (ohne Pumpspeicherkraftwerke Waldeck-Frankenberg).